Neben der hohen Reisegeschwindigkeit (250 gegenüber 200 km/h) wurde auch das Komfortniveau des ICE gegenüber dem InterCity deutlich erhöht. So wurde die Wagenbreite gegenüber den damals modernsten IC-Wagen um 20 cm vergrößert, die Zahl der Sitzplätze in den Wagen der 2. Klasse bei gleicher Länge von 88 auf 66 reduziert.[14] Der Sitzteiler in der 2. Klasse (Reihenbestuhlung) lag bei 1.025 mm[15], die Rückenlehnen ließen sich um bis zu 40 Grad verstellen.[16]
Ein ICE 1 auf der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt
Eine Verwendung speziell angepasster ICE-1-Triebzüge als ICE-G für besonders schnellen Güterverkehr wurde eingehend untersucht, jedoch nicht realisiert.
ICE 2 auf der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt
Am 17. August 1993 bestellten die Deutschen Bahnen 60 ICE-Züge der zweiten Generation (ICE 2) zu einem Preis von 2,2 Milliarden D-Mark; später wurden 44 ausgeliefert.[25] Ab 1997 ging die Nachfolgebaureihe 402 in Dienst, die unter anderem durch das Konzept untereinander kuppelbarer Halbzüge die Auslastungssteuerung verbessern sollte.
Diese Züge wurden auf der neu eingerichteten ICE-Linie 10 zwischen Berlin und Bonn eingesetzt. Da aber die Steuerwagen noch nicht von Beginn an ausgeliefert oder zugelassen waren, stellte die Bahn zunächst zwei Halbzüge zu einem festgekuppelten Langzug zusammen. Erst ab 24. Mai 1998 konnte – nach der Abnahme aller Steuerwagen – der Flügelzugbetrieb mit dem Führen der ICE-Halbzüge ab Hamm über Dortmund–Essen–Duisburg–Düsseldorf einerseits oder über Hagen–Wuppertal–Solingen andererseits nach Köln bzw. Bonn verwirklicht werden.
Neues Design am ICE 3: Lang gezogene, rundliche Schnauze
Um künftig den ICE in ganz Europa einsetzen zu können, wurde bei den neuen Generationen das Wagen-Profil verkleinert. Ein auf alle Wagen verteilter Unterflurantrieb sollte für eine geringere Achslast der Wagen entsprechend den Vorgaben der UIC sorgen. Die technische Planung für einen als ICE-M bezeichneten Mehrsystemzug war seit 1987 durch das Bundesforschungssministerium gefördert worden.[26][17]
Weitere Stadtbahnnetze in Deutschland ohne Tunnel-, aber mit einbezogenen Eisenbahnstrecken befinden sich in:
|